2016 endet so langsam, Weihnachten auf Curacao

Hallo,

nun ist es auch schon wieder soweit. Wieder neigt sich ein Jahr seinem Ende. Unglaublich wie schnell 2016 vorbeigeflogen ist. Kaum hatte es begonnen und schon ist es vorbei.

Vieles habe ich in diesem Jahr erlebt. Es war teilweise recht turbulent, aber im Großen und Ganzen war es ein tolles Jahr. Ich durfte dieses Jahr wieder einige Urlauber auf der wunderschönen Insel Curacao begrüßen und hatte eine tolle Zeit mit dem ein oder anderen Gast, der inzwischen Freund geworden ist.

mietwagen CuracaoMitte des Jahres war es mir möglich meine Fahrzeugflotte etwas zu erweitern und so habe ich einen weiteren Kia Picanto gekauft, den ich an meine Gäste vermiete. Inzwischen hat sich dieses etwas etabliert und so habe ich beschlossen meine eigene Autovermietung anzumelden. Die Firmenanmeldung konnte ich im Herbst abschliessen, was auf Curacao manchmal echt abenteuerlich sein kann. Aber nun habe ich meine eigene Erfahrungen, wie es ist eine eigene Firma auf Curacao zu haben.

Bald wird es dazu mehr Infos geben. Eine Domain habe ich bereits reserviert, aber noch keine Zeit gefunden, die Webseite zu erstellen. Aber bald wird es auch das geben und die Infos zu meiner Autovermietung werden unter https://rps-cars.com zu sehen sein.

Durch einige weitere Projekte konnte ich auch meine Kontakte auf Curacao weiter ausbauen und einige neue Leute kennen lernen, aus verschiedenen Bereichen und Berufszweigen. Auch auf Curacao ist es wie überall, je mehr Kontakte man hat und mehr Leute kennt umso einfacher ist manches zu erledigen und umso mehr Tipps kann man bekommen.

Einmal hatte ich sogar ein persönliches Gespräch mit einem früheren Minister. Natürlich wusste ich nicht, mit wem ich da gerade sprach, aber es war ein interessantes Gespräch. Einige Wochen später hatte ich dann erfahren, wer diese Person war. Da wurde mir wieder aufs neue klar, wie wichtig es ist vorsichtig zu sein, was man alles von sich gibt. Curacao ist so klein, dass man irgendwie immer wieder auf „wichtige“ Persönlichkeiten trifft ohne es zu wissen. Wenn man nicht unbedingt anecken will, ist es daher immer ratsam seine Worte genau zu überwachen und zu überlegen was man sagt.

Immer mehr Deutsche kaufen sich Häuser auf Curacao. So passierte es auch in meiner Nachbarschaft. Gebaut wird auch fleissig. So kommen nächstes Jahr auch 2 weitere Ferienhäuser dazu, zu denen ich gerne den Kontakt herstelle. Da man Curacao wirklich sehr gut auf eigene Faust entdecken kann ist es sehr praktisch einfach ein Ferienhaus zu mieten, ein Auto dazu und die Insel selbst zu entdecken. Aber dazu verrate ich gerne auf meiner anderen Webseite, die im Menu über „Unterkünfte auf Curacao“ zu erreichen ist.

Das war soweit alles was ich zu teilen habe. Wünsche allen frohe Weihnachten, einen guten Start ins neue Jahr und ein super tolles Jahr 2017.

Es existieren einige interessante Pläne für 2017. Mal sehen was sich wie realisieren lässt.

Sonnige Grüße aus Curacao
Paul

5 Jahre Curacao

Hallo

ja es sind tatsächlich 5 Jahre seit ich Deutschland verlassen habe und mich auf Curacao niedergelassen habe. Die Zeit ist wie im Flug vergangen und es gab sehr vieles zu erleben.
Es gab viele Tiefen und Höhen, etwas komplizierte Tage und wunderschöne Tage. Im allgemeinen kann ich aber sagen, dass ich den Schritt bisher nicht bereut habe. Ich hätte sicher vieles anders gemacht, aber die Auswanderung selbst hat mich persönlich in meiner Entwicklung sehr bereichert und sehr vieles gelehrt. Ich habe sehr viele Menschen gelernt, viele Nette, auch ein paar weniger Nette. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich in den letzten 5 Jahren viel mehr gelernt habe als in den 10 Jahren davor. Was man bei einer Auswanderung auf jeden Fall lernt ist sehr viel über sich selbst und sehr viel über Menschen allgemein. Man lernt sehr gut Menschen einzuschätzen und mit der Zeit kann man sich auf dieses Gefühl wirklich sehr gut verlassen. Mein Feststellung ist, dass es gar nicht so sehr viele Unterschiede gibt. Es gibt Menschen die sagen etwas und tun es auch, dann gibt es aber auch die, die sehr viel reden – genau die sind zu 95% nur Dummschwätzer und nichts anderes. Es ist sicher keine neue Erkenntnis, aber hier fällt sowas sehr gut auf.

Mir persönlich hat es jedenfalls sehr viel gebracht und meinen Blick auf viele Dinge dieses Lebens sehr verändert, auch besonders in den letzten 1,5 Jahren. Es gab nur wenige Tage, die etwas „stressvoller“ waren, wenn man das so überhaupt bezeichnen kann. Dadurch hat man sehr viel Zeit und Ruhe über viele Dinge nachzudenken. Vieles wird einem sehr klar, was man unter Stress niemals sehen kann.

Oft werde ich von Auswanderwilligen verschiedenes gefragt. Was ich auf jedenfall sagen kann: Eine Auswanderung kostet Geld, aber es ist eine große persönliche Bereicherung und eine Weiterentwicklung die man so sicher in seiner gewohnten Umgebung niemals machen kann. Auf jedenfall sollte man es sich auch gut überlegen und wirklich ehrlich mit sich selber sein und analysieren ob man überhaupt der Typ ist auszuwandern. Sehr viele können dies nicht, und es ist auch gut so. Viele meinen aber, sie könnten es, merken dann aber sehr schnell, dass es wohl doch ganz anders ist, als man es sich vorgestellt hat und man es mental gar nicht verkraften kann. In diesen Fällen ist es meiner Meinung nach eher sinnvoll, dies abzubrechen, bevor man sich total aufreibt. Auf die finanzielle Situation will ich gar nicht eingehen, das ist ein ganz anderes Thema und könnte ein Kapitel für sich werden. Worum es hier geht ist die rein mentale Belastung. Allein der sogenannte Kulturschock kostet sehr viel Energie und Kraft bis man es gelernt hat damit umzugehen. Die einen lernen schnell, die anderen lernen langsam und manche lernen es nie.

Was meine Erfahrung aber ist, wir Menschen sind im Grunde alle gleich. Es ist völlig egal on schwarz oder weiß, oder woher man auch kommt. Jeder Mensch hat die gleichen Bedürfnisse und die gleichen Gefühle. Es ist so erschreckend wie die Menschen, hauptsächlich durch Medien, auseinander getrennt werden, in Rassen eingeteilt und unterschiedlich bewertet werden. Man kann es manchmal echt nicht fassen. Passiert eine Katastrophe in einem Land wo hauptsächlich weiße leben wird ein riesen Aufschreib gemacht, Sterben aber bei einer Katastrophe oder was auch immer hunderte dunkelhäutige Menschen wird es meistens nicht mal erwähnt! Wie kommt sowas? Warum unterscheiden wir derartig krass und wadurch wird dies begünstigt. Es ist sehr interessant, wenn Kinder sich das erste mal treffen und anfangen zu spielen. Die merken nicht einmal, dass sie unterschiedliche Hautfarbe haben. Erst ab einem späteren Alter muss das wohl „anerzogen“ werden. Aber warum tun wir das? Damit meine ich nicht nur die weißen, den dunklen gegenüber sondern genauso auch andersrum.

Interessanter weise beschwert sich jeder über Rassismus, aber jeder fördert diesen indem er unterschiedet. Aber wir haben nicht nur ein Rassismusproblem zwischen schwarz und weiß. Die weißen untersich sind schon rassistisch, zumindest ist das meine Erfahrung. Es wäre zu weit auf das alles einzugehen, aber meine Beobachtungen sind so. Trotz dem habe ich Hoffnung, dass die Menscheit eines Tages „erwacht“ und versteht was für eine schwachsinnige Welt man sich da aufgebaut hat.

Es hatte mal jemand vor einigen Wochen geschrieben: Gott möge uns doch vor einem Krieg bewahren und dem derzeitigen Finanzsystem ein Ende bereiten. Nun meine Antwort dazu: Gott wird sich um diese Probleme ganz sicher nicht scheren, da wir diese selbst gemacht haben. Wir Menschen sind so bescheuert und kreieren Banken die uns in Kriege zwingen. Da nun nach einem Gott zu schreien ist nicht nur dumm, sondern absolut bescheuert und zeigt auch schon wieder wie krank die Menschheit geworden ist. Aber nunja, genug davon. Hoffen wir auf eine weltweites Erwachen. Denn nur wir Menschen können das alles beenden und es anders machen!

Es ist wie mit allem. Wenn wir etwas tun und es uns nicht gefällt, müssen wir schon selbst eine Änderung herbeiführen, sonst ändert sich da nichts. Oder Wie Albert Einstein einmal sagte: Es ist absurd andere Ergebnisse zu erwarten, wenn man immer genau das gleiche tut.

In diesem Sinne wünsche ich alles erdenklich Gute

Bis zum nächten Post
Paul

 

ein Lebenszeichen aus Curacao

Hallo,

ja seeeehr lange ist es her seit dem letzten Artikel. Aber es ist auch sehr viel passiert und die Zeit war etwas turbulent.
Was war passiert…: nun einmal kam ein etwas tragisches und ungeplantes Ereignis dazwischen, wir haben uns getrennt und gehen nun getrennte Wege. Mehr gehe ich auf diesen Punkt nicht ein.

Nun aber zu den positiveren Punkten… Das Geschäfft mit den Hausvermittlungen hat sich sehr gut entwickelt und immer mehr Gäste landen bei mir, was mich natürlich sehr freut und umso mehr motiviert jeden Urlauber glücklich zu machen. So habe ich auch den Bereich Mietwagen etwas ausgebaut.
Inzwischen ist auch schon eine ordentliche Anzahl an Stammgästen da, die immer wieder kommen und teilweise komme sie mehrmals im Jahr. So haben sich auch Freundschaften entwickelt, und durch den wechselnden Besuch kommt auch keine Langeweile auf. Weiteres dazu auf meiner anderen Webseite https://urlaub-curacao.net
Auch ist es sehr interessant, dass immer mehr Deutsche hier Immobilien kaufen und man manchmal den Eindruck hat, die Deutschen würden Curacao kolonisieren 🙂 Nunja, so ist es noch nicht, aber es hat sich doch sehr viel verändert.

Der Tourismus allgemein hat auch sehr stark zugenommen, vor allem mit Gästen aus Deutschland. Vor 5 Jahren hat man vereinzelnt Deutsche an den Stränden angetroffen. Heute hat man den Eindruck, dass jeder zweite Deutscher ist. Zumindest hört man die Sprache sehr oft. Man mag das gut oder schlecht finden, für Curacao ist es jedenfalls ein  Erfolg. Aber es kommen auch einige Amerikaner und Kanadier, seit es Direktflüge aus Toronto und New York gibt. So durfte ich hier auch schon deutsche Gäste aus Kanada besuchen. Bettina und Mario von der Beaverguest Ranch haben auch Curacao entdeckt.

Der Tourismus hat sich einigermaßen gut entwickelt und macht inzwischen 15% des BIP von Curacao aus. Die Tendenz ist steigend. So soll bald ein weiterer Megapier in der Stadt dazu kommen, wo große Kreuzfahrtschiffe anlegen können. Die Schiffe werden auch immer größer und manchmal wird es schon ganz eng an den Anlegestellen. Die Kreuzfahrer machen auf Curacao auch einen großen Anteil am Umsatz aus. Der Vorteil daran ist, dass die Insel quasi für einen Tag mal überlaufen wird, vor allem Punda und Otrobanda, dann aber plötzlich Ruhe einkehrt, sobald die Schiffe ablegen. Wirklich störend ist das nicht, aber es macht einiges aus und hat einen positiven Effekt auf die vielen kleinen Händler in der Stadt.

Nun was gab es noch so alles. Im Juni letzten Jahres habe ich mal wieder einen Ausflug gemacht. Mit dem Flugzeug nach Sint Maarten, dort dann auf einer Yacht eingecheckt und die Strecke nach Curacao, mit kurzem Zwischenstop auf Bonaire, zurück gelegt. Es ist immer wieder ein interessantes Erlebnis eine Zeitlang kein Land zu sehen. Ringsum umgeben vom Meer. Die Überfahrt war diesmal aber relativ kurz, da wir recht viel Wind hatten. Mit recht viel meine ich in den Spitzen um die 80 Stundenkilometer. Da wir aber mit dem Wind gesegelt sind, ist das gar nicht so aufgefallen. Dafür ging es aber auch in berauschendem Tempo übers Meer. So haben wir die fast 1000 Kilometer in 68 Stunden zurück gelegt. Was für ein normales Segelboot doch recht kurz ist. Es war zwar ein wenig ein nasses Vergnügen, aber Spaß hat es gemacht und das ist wichtig 🙂

Ende 2015 habe ich mit Freunden in Panama, genauer gesagt in den San Blas Inseln, zugebracht. Ein echtes Paradies, sehr naturbelassen und sehr ursprünglich. Auch dort haben wir ein Segelboot gemietet und sind durchs Inselarchipel gefahren. Die San Blas Inseln sind komplett in Indianerhand und dort gelten auch ihre Regeln.
In Gesprächen mit anderen Seglern, die dort oft unterwegs sind, haben wir doch viele interessante Geschichten erfahren. Was mich besonders beeindruckt hat war die Lebensweise der Indianer. Kleine Bambushütten, mit Hängematten drin. Keine Fußböden, sondern einfach nur Sand, aber dafür hat jeder ein Smartphone und Flachbildfernseher hängen an den Wänden. Auf den Bambusdächern hängen Satelitenschüsseln – passt irgendwie überhaupt nicht ins Bild, aber so hat eben jeder seine Prioritäten. Die Menschen an sich waren aber freundlich, wenn auch teilweise etwas reserviert.
Wir haben das ein oder andere Dorf besucht und bei denen eingekauft. Auch das war ein Erlebnis für sich. Der eine Händler hat nur Bier, zwar 3 Sorten, aber das wars. Beim nächsten konnte man Obst und Gemüse kaufen, beim wiederum einem anderen andere Getränke. Nur Brot war es etwas schwieriger zu bekommen. Irgendwie waren wir immer wieder zur falschen Zeit da. Dafür gab es aber Lobster im Überfluss. Kaum lässt man in einer Bucht den Anker fallen, kommen auch schon die Inianer mit ihren Kanus und verkaufen ihre Ware… meistens jedoch Lobster.
Jedenfalls habe ich die Zeit dort sehr genossen. So ist aber auch die Zeit verflogen und schwupps bin ich wieder auf Curacao gelandet. Es war aber auch schön wieder zu Hause angekommen zu sein. Für Interessierte habe ich hier eine kleine Diashow.

Vor wenigen Tagen habe ich 2 kleine süssen Katzen adoptiert. Jetzt tobt hier der Bär wenn die mal in Stimmung sind. Da ist Party angesagt. Die glücklichen wurden von einer netten Person entdeckt und in eine Tierschutzorganisation eingeliefert. Dort wurden Sie soweit aufgepeppelt und groß gezogen, bis sie bereit waren für ein neues Zuhause. Fast wären sie im Tierheim gelandet, besser gesagt, sie waren dort schon angekommen, da ich etwas zu spät davon erfuhr. Am folgenden Tag habe ich sie aber abgeholt. Seit dem herrscht hier chaos 🙂 2 kleine Geschiwster die sich wohl fühlen wissen genau wie man eine Bude auf den Kopf stellen kann 🙂 Manchmal sind sie aber auch sehr friedlich.

bettler rambo und freckle

So, das wars dann mal für dieses mal. Ich werde versuchen in Zukunft wieder etwas regelmäßiger schreiben. In diesem Sinne, alles Liebe aus Curacao

Paul

wieder verabschiedet sich ein Jahr und ein Neues steht vor der Tür

Hallo,

lang ist es her, als wir unseren letzten Artikel geschrieben hatten.

Nun wollen wir mal wieder ein paar Worte schreiben.
Das letzte halbe Jahr war etwas turbulenter und es gab einiges Interessante zu erleben. Wir haben einige interessante Menschen kennen gelernt und neue Kontakte knüpfen können. Nun aber der Reihe nach…

Im Sommer diesen Jahres habe ich einige Wartungsarbeiten an unserem Boot vornehmen müssen. Eigentlich nichts spektakuläres, aber… es entwickelte sich etwas anders als gedacht. Ich musste ein Lager austauschen, welches auch relativ schnell erledigt war, jedoch kamen danach einige Dinge zum Vorschein, die die ganzen Arbeiten massiv ausdehnten.
Beim Ausbau des Lager stellte ich fest, dass hinter dem Lager eine Schlauchhalterung abgebrochen war was zur Folge hätte, dass der Schlauch abrutschen könnte. Damit würde dann Wasser in den Antrieb gelangen und so einen Totalschaden verursachen.

Also bestellte ich weitere Ersatzteile und erledigte dieses auch. Nach Austausch des Lagers muss der Motorblock auf korrekte Position überprüft werden und gegebenenfalls neu ausgerichtet werden. Dafür ist ein Spezialwerkzeug notwendig, welches ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht hatte. Ich versuchte es erst ohne dieses Werkzeug, aber es ging einfach nicht. Nach einigen Versuchen musste ich es aber doch aufgeben und bestellte mir das Teil. Natürlich war das hier auf der Insel nicht zu bekommen, also musste ich mal wieder in den USA bestellen. Bei der Gelegenheit tauschte ich auch gleich die Motorhalterungen aus. Diese sahen auch schon sehr schlecht aus. Eher so ein rostiger Klotz an dem man keine Einstellmuttern mehr erkennen, geschweige denn drehen konnte.

Nachdem nun alles ausgetauscht war, mussten wir mit dem Boot wieder zum TÜV. Dieser war längst abgelaufen, aber das  Boot war ja auch nicht einsatzbereit. Die Kontrolle verlief ohne Probleme und ohne Beanstandungen. Man muss dazusagen, Boote werden hier sehr streng kontrolliert. Auf dem Wasser ist es doch etwas gefährlicher und da muss alles in einwandfreiem Zustand sein.

blaucoDann ergab sich im November noch eine etwas spezielleres Abenteuer. Ein guter Bekannter aus St. Martin besitzt 2 Segelyachten. Nun da auf St. Martin von Juni bis November Hurricanerisiko besteht, bringt er seine beiden Schiffe immer nach Curacao und im November geht es wieder zurück nach St. Martin.
Nun schrieb er dieses Jahr seine Kontakte an, ob jemand Interesse hätte eine seiner Yachten nach St. Martin zu überführen. Da ich schon immer mal sowas machen wollte, schrieb ich ihm direkt und erklärte mich bereit. Ich kontaktierte meinen Freund Holger, ob er Lust hätte, diese Überführung mit mir zusammen zu machen. Nach kurzem Schriftwechsel sagte er zu und so konnte die Planung weiter gehen.
Anfang November ging es dann los, von Curacao quer über den kleinen Teich der Karibik nach St. Martin. Wer den Reisebericht lesen möchte, kann dies hier tun. Es war ein spannendes Erlebnis und für mich eine neue Erfahrung… so 5 Tage und 5 Nächte auf dem Wasser zu sein – ringsum nur Wasser, Himmel und ein paar Wolken, sonst nichts. 🙂

Ende November machten wir noch mit Udo und seinem Schiff „Caroona“ einen Ausflug nach Klein Curacao, wo wir das Wochenende verbrachten. Klein Curacao ist auch eine wunderschöne unbewohnte kleine Insel, die mit verschiedenen Ausflugsschiffen erreicht werden kann.

cas suribloemAber auch unsere anderen Angelegenheiten auf Curacao entwickeln sich langsam weiter. Es kommen immer mehr Ferienhäuser dazu, die wir gerne an Urlauber vermitteln. So ist auch im moment ein weiteres Haus in der Vorbereitung. Es müssen noch ein paar Dinge hergerichtet werden, dann kann man auch dieses Haus mieten. Weiteres wird dann in Kürze folgen. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, aber man kann schon gespannt sein. Wir finden das Haus sehr schön und freuen uns dieses bald auch anbieten zu können.

Ein weiteres Projekt ist auch bereits in Arbeit, aber dazu können wir noch nichts verraten. Dies wird in Kürze aber auch bekannt gegeben. Hier darf man gespannt sein. Wir denken, das könnte viele interessieren.

In diesem Sinne,
das waren mal wieder einige Zeilen von uns. Wir wünschen allen eine tolle Zeit und alles Gute.
Viele Grüße aus Curacao

klein curacao

3 Jahre Curacao

Ganze 3 Jahre ist es nun schon her, dass wir hier auf der Insel sind.

Wir haben sehr viel hier erlebt. Viel positives, auch ein wenig negatives. Aber im gesamten ist doch das Inselleben schön, was nicht heißen soll, dass man hier nur in der Hängematte hängt. Auch hier hat das Leben seinen Preis und alles kostet Geld. Ein paar Dinge sind günstiger als in Europa, man könnte sagen, um normal zu leben braucht man hier nicht so viel Geld wie zum Beispiel in Deutschland. Aber das heißt auch ein klein wenig zu verzichten – auf Dinge, die man sowieso nicht wirklich braucht. Daher fällt es auch nicht schwer ohne diese Dinge zu leben.

Auf der anderen Seite hat man das Meer und die wunderschöne Unterwasserwelt direkt vor der Nase und kann jederzeit hin. Die Unterwasserwelt fasziniert immer wieder. Frage mich immer wieder welchen Sinn es hat, dass es so viele bunte Fische gibt, man findet fast alle Farben. Ebenso Korallen, ganze Landschaften, die teilweise wie Gärten aussehen. Gleichzeitig kann man sehr gut erkennen wie viel Schaden der Mensch auch da unten anrichtet.

Andere lustige Geschichten bekommt man auch immer wieder mit. So wie letztens mal. Lagen da 2 Männer am Strand, Alter etwa 35 – 40 Jahre alt. Der eine war irgendwie halb abwesend, der andere vertieft in ein Rätselbuch aus dem er hin und wieder laut vorlas.

Darunter war zum Beispiel folgende Aufgabe: Ein junge geht in den Laden und will sich einen Tischtennisschläger mit Ball kaufen. Die 2 Artikel zusammen kosten 1,10 Euro, wobei der Schläger genau 1 Euro teurer ist als der Ball. Was kostet nur der Schläger und wie viel der Ball?

Habe mich köstlich amüsiert… nach etwa 30 Minuten heftigen Diskutierens gab der eine dann auf. OK, es war sehr heiß am Strand, aber sooo heftig empfand ich es nicht 🙂 Jedenfalls gabs alle möglichen Zahlen und die tollsten Argumente – 30 Minuten lang. Auf einen Nenner sind die beiden aber irgendwie nicht gekommen 😀

Aber wir haben hier nicht nur ein Strandleben. Es gibt ja noch andere Aufgaben zu erfüllen. Von Zeit zu Zeit muss man diverse Ämter besuchen. Oft ist es sehr zeitraubend, andere male geht das in wenigen Minuten. Besonders viel Zeit braucht man immer, wenn es um die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis geht. Ein Besuch bei der Immigration verschlingt etwa einen halben Tag. Zum Glück muss man da nicht so oft hin, aber dennoch ist es manchmal nervig. Inzwischen kennen wir den Ablauf ganz gut, das spart dann unnötige Termine, weil man irgend etwas vergessen hat und noch mal kommen muss.

In diesen vergangenen 3 Jahren haben wir auch viele Menschen kennen gelernt, aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt, darunter natürlich auch andere Auswanderer. Mit vielen ist der Kontakt geblieben, mit anderen nicht.

Nun, welche Herusforderungen hat man so alles in einem fremden Land.

Am Anfang hat man natürlich viel zu tun bis man die Mentalität der Menschen begriffen hat und verstanden hat, wie sie denken und ticken. Das ist auch hier auf der Insel so. In den ersten Monaten haben wir da sehr viel dazu gelernt. Für viele ist es schwierig mit den etwas längeren Wartenzeiten umzugehen, oder der Ruhe und Gelassenheit der Menschen. Es ist hier eben normal, dass alles ruhig und langsam geht und ganz blöd wird es, wenn man versucht Druck auszuüben oder meint, die Leuten müssten sich mal etwas schneller bewegen. In Gesprächen mit Urlaubern kommt es immer wieder zur Sprache. Auch wenn sich im Supermarkt lange Schlangen an den Kassen bilden, so bedeutet das nicht, dass es an der Kasse schneller geht. Es geht im gemütlichen Tempo weiter und oft haben die Kassierinnen auch Zeit für ein kurzes Pläuschchen – das ist hier eben so und ganz normal. Wer es eilig hat, muss eben zu Zeiten einkaufen, wo weniger los ist, so um etwa 9 oder 10 Uhr morgens. Wer um 17 oder 18 Uhr in den Supermarkt geht, muss halt einfach mehr Zeit mitbringen. Abends kaufen viele Berufstätige ein und da wird es eben voll, und das wissen die auch und stellen sich entsprechend ein. Die, die sich über lange Schlangen beschweren zeigen damit nur, dass sie nicht in der Lage sind, Ihre Zeit einzuteilen, oder so ähnlich. Schliesslich sind die Supermärkte jeden Tag geöffnet, auch Sonntags. Da fällt einem jedenfalls sofort auf, wer aus Europa kommt und wer schon länger auf der Insel ist 🙂

Nun sind wir inzwischen 3 Jahre hier und haben uns ganz gut eingelebt. Deutschland vermissen wir nicht wirklich, was nicht heißen soll, dass wir gerne mal wieder ein paar Freunde besuchen würden. Naja, vielleicht nächstes Jahr. Eigentlich war ein Besuch dieses Jahr geplant, was wir dann aber ändern mussten und so ist es nichts mehr geworden. Im Großen und ganzen ist bisher soweit alles gut gelaufen, auch wenn viele Pläne und Ideen nicht funktioniert haben, aber das macht nichts. Da muss man eben improvisieren und neue Wege suchen. Das hat uns um viele Erfahrungen reicher gemacht und das Leben spannend gemacht. Den Schritt auszuwandern haben wir bisher nicht bereut. Jedoch würden wir einiges bei einem zweiten mal sicher anders machen.
Vor allem viel weniger auf möchtegern Auswanderhelfer hören, das hat uns nur wertvolle Zeit, einige Nerven und ein wenig Geld unnötig gekostet. Aber solche Erfahrungen sind bei Projekten dieser Größe ganz normal und sicher nicht auszuschliessen.

In diesem Sinne, sonnige Grüße und
bis zum nächsten Artikel
Irina & Paul

Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht

Hallo,

wir melden uns mal wieder, waren ja schon fast verschollen. Aber das lag einfach daran, dass es wenig neues zu berichten gab.

Nun hat sich aber einiges angesammelt, und so wollen wir die Gelegenheit nutzen, dieses mitzuteilen.

Nun, wo fange ich an…?

Anfang diesen Jahres haben wir Udo, einen Segler aus Deutschland, hier kennen gelernt. Er war bereits letztes Jahr mit seiner Segelyacht „Caroona“ hier angekommen und wollte Anfang diesen Jahres von hier aus nach St. Maarten segeln.
Da dies nun doch eine etwas längere Strecke ist, suchte er nach Mitseglern – und so ist der Kontakt entstanden.
Mit der Segelreise nach St. Maarten ist dann doch nichts geworden, aus verschiedenen technischen Gründen und so kamen wir wenige Wochen später doch wieder zusammen. Es gab ein Problem mit dem Motor der Yacht und da ich hier auf der Insel doch inzwischen ein paar Kontakte habe, rief mich Udo an und bat um Hilfe.
In der Marina wollte man ihm gleich einen neuen Motor verkaufen, was doch ein recht teurer Spaß ist.
Nun bin ich zwar kein KFZ-Mechaniker, aber etwa ein dreiviertel Jahr zuvor hatte ich ein Problem mit dem Motor unseres zweiten Autos. Die Zylinderkopfdichtungen waren defekt und mussten ausgetauscht werden. Da ich genug Zeit hatte, dachte ich mir, dass ich das selbst erledigen werden und so begann ich zu schrauben. War mühsam, aber es hat doch ganz gut geklappt. Nach etwa 2 Wochen war das Auto wieder Fahrbereit und hat bestens funktioniert. Es sind nicht mal Schrauben übrig geblieben – was ja nicht so oft vorkommt, wenn man den halben Motor auseinander hatte.

Nachdem ich nun diese Erfahrung hatte, schlug ich Udo vor, den Motor mal zu zerlegen. Viel kaputt zu machen war ja nicht, aber bevor man einen Neuen kauft, kann man ja mal reinschauen.
Ich kam zu ihm in die Marina aufs Schiff und wir legten nach kurzem Philosophieren los. Sehr eng und warm war es da und manch Verrenkung war notwendig um an die Schrauben zu kommen, aber das hat dann doch soweit gut geklappt. Als wir den Zylinderkopf herunter nahmen, sah alles sehr gut aus. Ich konnte mir nicht erklären wo da der Motorschaden sein soll, wenn alles so gut aussieht. Nun machten wir aber weiter. Als nächstes musste das Getriebe abgeschraubt werden. Im Grunde auch nichts kompliziertes, gerade mal 10 Schrauben und weg ist das Ding. Jedoch kam dann die Überraschung – der Motor lief plötzlich frei. Schuld war also das Getriebe, das durch die Hauptwelle und einem gebrochenen Kugellager alles blockierte.
Nun waren wir beide erstmal froh, dass der Motor soweit doch in Ordnung ist, aber gleichzeitig etwas traurig, dass wir nicht mit dem Getriebe angefangen hatten. Beim näheren Betrachten hat es sich aber trotz dem als sehr gut herausgestellt, denn die Zylinderkopfdichtung war auch nicht mehr ganz ok. Man hätte damit zwar noch eine kurze Zeit fahren können, aber lange hätte sie das nicht mehr mitgemacht.
Also bestellten wir alle Ersatzteile die nötig waren. In der Zwischenzeit liessen wir das Getriebe überholen. Im Grunde hätte man das auch selbst machen können, aber dazu wäre auf jeden Fall eine Presse nötig gewesen und diese hatten wir nicht. Da aber die Reparatur, von den Kosten her, überschaubar war, liessen wir das erledigen.

Etwa eine Woche später kamen die Teile an. Es ging wieder ans zusammenbauen. Nach 2 Tagen extrem schwitzen war soweit alles fertig. Nur noch Öl reinfüllen, Kühlwasser rein und dann los – starten. Da es ein Diesel ist und wir die Kraftstoffleitungen offen hatten, musste man diese vorher entlüften. Noch nie zuvor hatte ich sowas gemacht. Also erst einmal Handbuch lesen und schlau machen. Nachdem wir auch alles, wie im Handbuch beschrieben, durchführten hat auch alles wunderbar geklappt. Nach kurzem Husten sprang der Motor an und lief wieder voll motiviert wie früher.

Wärend der Arbeiten in der Marina, lernten wir Jochen, auch Deutscher, kennen. Er war zu dieser Zeit mit seinem Katamaran „Telumee“ auch in der Marina für diverse Arbeiten.
So ergab sich auch ein Tagesausflug mit der Telumee, was uns sehr viel Spaß gemacht hat. Das Highlight war aber, als plötzlich eine Gruppe Delfine auftauchten. War sehr schön diese Tiere zu beobachten, wie Sie mit dem Katamaran, man könnte sagen, um die Wette jagten. Glücklicherweise hatten wir an diesem Tag auch unsere Kamera dabei – so sind dann folgende Fotos entstanden:

Es war ein toller Tag. Nochmals ein Dankenschön an Jochen, an dieser Stelle 🙂

So waren auch schon die ersten Monate dieses Jahres schnell um. Es war eine tolle Zeit, in der wir auch wieder einiges dazulernen konnten. So sind auch ein paar neue Kontalte entstanden und man kennt die Insel noch etwas mehr.

Jedoch scheint dieses Jahr irgendwie was mit Booten zu tun zu haben. Nun haben wir auch einen Defekt an unserem Boot. Es ist halt nichts für die Ewigkeit gebaut und geht  irgendwann kaputt. Die Arbeiten sind soweit am Laufen, jedoch mit einer kleinen Zwangspause… brauche mal wieder Ersatzteile. Da es die hier auf der Insel entweder nicht gibt oder derartig überteuert sind, bestelle ich alles in den USA und lasse es mir schicken. Ist umständlich, aber geht im Endeffekt schneller, kostet weniger und ich weiß wenigstens was ich bestellt habe. Beim Bootshändler hier auf der Insel ist das manchmal wie Lotto spielen… man braucht viel Glück, dass auch die richtigen Teile bestellt sind 🙂

Genauso machen wir das mit Ersatzteilen fürs Auto. Trotz teurer Versandkosten und teileweise Zollgebühren von 30% ist es immernoch günstiger, die Teile in den USA zu bestellen, zum Teil ist es dann immer noch 50% günstiger als hier auf der Insel.
So ist es halt auf einer Insel. Es gibt auch negative Dinge mit denen man sich abfinden muss. Hoffen wir einfach, dass das Auto nicht so oft kaputt geht 🙂

Der Garten nimmt auch immer mehr Gestalt an. Sämtliche Bananen haben inzwischen getragen und warten nun wieder auf die nächste Regenzeit. Dann konnten wir auch schon Granatäpfel und Guaven ernten. Papayas haben wir erst spät wieder gepflanzt, die werden noch ein paar Monate brauchen und mit den Melonen haben wir es wohl verpasst – da ist nichts draus geworden.
Dafür haben wir es mal mit Trauben versucht. Sie tun sich sehr schwer, aber gehen nicht ein. Wahrscheinlich warten sie auch auf die Regenzeit, mal abwarten wie sie sich entwickeln.
2 Moringa-Bäume haben wir auch gepflanzt. Noch sind sie sehr klein, aber sie sehen jeden Tag besser aus. Hoffentlich überstehen sie die kritische Zeit, wo die Leguane sich dran machen. Moringa soll aber sehr gesund sein, nähere Infos gibt es u.a. bei Wikipedia.
Hier noch 3 Fotos, vom Morings, Neem-Baum und dem Orchideenstrauch.

Immer wieder sind wir auch unter Wasser unterwegs und jagen Rotfeuerfisch. Seit Anfang 2013 bis heute haben wir 1116 Fische herausgeholt. Ist zwar nicht so viel, aber wenigstens ein kleiner Beitrag zur Säuberung der Riffe. Zum Glück schmeckt dieser Fisch auch noch lecker. Viele Gäste, die den einmal probiert haben, wollen den immer wieder. Manche Gäste bestellen den Fisch gleich mit, wenn Sie die Unterkunft buchen 🙂

Ja, das war es auch schon soweit.

Wir wünschen alles Gute
Sonnige Grüße
Irina & Paul

Weihnachtsgrüße aus Curacao und Jahresrückblick

Hallo,

lang ist es her, dass wir unseren letzten Beitrag geschrieben hatten. Nun melden wir uns mit weihnachtlichen Grüßen.

Cas Abao BeachWir genießen immer noch das Inselleben und freuen uns über jeden Tag, den wir hier erleben dürfen. Das stressfreie Leben ermöglicht es viel bewusster zu leben und etwas mehr vom Leben mitzubekommen. Aber auch hier rast die Zeit schnell dahin und man muss sich auch hier bewusst ins Gedächtnis rufen, was man alles erlebt hat.

So hatten wir auch dieses Jahr wieder einiges erlebt und viele Dinge prägen einem in entsprechender Weise. Im allgemeinen können wir sagen, dass wir ein tolles Jahr erleben durften. Auch wenn es in der Karibik hin und wieder Schattentage, so war es doch ähnlich wie das Wetter, fast jeden Tag sonnig.

OctopusViele nette Menschen konnten wir dieses Jahr kennen lernen aus den unterschiedlichsten Regionen. Einige unter ihnen waren Taucher mit denen wir auch gemeinsame Tauchgänge machen konnten. So hat man mehr Abwechslung, mehr Spaß und man lernt sich näher kennen.

 

Immer wieder erreichen uns emails von Menschen, die nach Curacao auswandern wollen. Auch wenn es eine kleine Insel ist, so sind doch inzwischen einige Deutsche hier. Nun ja, auch wenn die Insel schön ist und man hier ganz gut leben kann, so gibt es auch hier gewisse Schwierigkeiten. Auch hier muss man für sein Leben kämpfen und auch hier muss man etwas dafür tun um Geld zu verdienen. 😉

Nun blicken wir aber auf das vergangene Jahr zurück und sind froh, dass wir es hier verbringen durften. Manche Dinge waren etwas kompliziert, aber es hat sich soweit doch bisher alles positiv entwickelt.
Voller Spannung und Erwartung blicken wir auf das kommende Jahr und sind bereit uns den Aufgaben, die auf uns zukommen zu stellen. Nun bekommen wir eine weitere Chance ein gutes Jahr zu haben. Packen wir es an und machen unser Bestes daraus. Schließlich gestalten wir unser Leben selbst.

Tauchen in CuracaoIn diesem Sinne, wünschen wir allen ein gutes Jahr 2014 und mögen all eure Wünsche in Erfüllung gehen.

Liebe Grüße aus Curacao

Irina & Paul

ein Kurzgruß aus Curacao

Hallo,

ja uns gibt es noch und es geht uns noch immer gut.

Lange haben wir nichts mehr geschrieben, aus dem einfachen Grund, es gab nicht so viel Neues und Berichtenswertes.

Auch im Paradies ist es irgendwann Alltag und alles läuft den gewohnten Gang. Da geht mal das Auto kaputt, dann ist dies und das zu erledigen. So hatten wir einiges zu tun in den letzten Wochen oder Monaten. Dann war auch mal wieder unsere Aufenthaltsgenehmigung zu erneuern, was auch problemlos geklappt hat. Bei manchen Behördengängen mag ich die Leute hier. Es ist vieles sehr einfach und die Beamten sind hilfsbereit. Manchmal sehr befremdend, weil man es aus Deutschland teilweise doch anders kannte. Aber nun soll ja alles besser werden in Deutschland. Deutschland hat gewählt mit knapp 42% schwarz. Naja, ich sehe auch immer schwarz, wenn ich an Deutschland denke. Da bleibt nur zu hoffen, dass es doch wirklich mal besser wird.
Jedenfalls ist es sehr seltsam, dass es immer mehr „Flüchtlinge“ aus Deutschland gibt. Viele zieht es auch nach Curacao – manchmal bekommt man das Gefühl, dass auf Curacao eine deutsche Kolonie entstehen will. Wir hoffen natürlich nicht, dass es noch soweit kommt, auch wenn wir nichts gegen Deutsche haben.

Zu einigen Auswanderern haben wir natürlich Kontakt. Die Insel ist recht klein und man lernt sich irgendwann automatisch kennen.

Nun was gibt es von der Insel:

Wir finden, es tut sich immer mehr. Man will mehr Tourismus auf die Insel bekommen. Es gibt immer wieder organisierte Reinigungsaktionen. So vor kurzem geschehen. Etwa 2000 freiwillige hatten sich zusammen getan und die Landschaft durchkämmt nach Müll. Es kamen 60 Tonnen Plastikmüll zusammen. Das Meiste ist angeschwemmt was irgendwo mal von einem Schiff oder irgendwelchen anderen Strandparties ins Meer geworfen wurde. Die Strömungen schleppen den Müll mit sich mit, bis es irgendwo auf Land trifft und so am Ufer liegen bleibt. Leider gibt es aber auch noch genug solche, die unbedacht ihren Müll irgendwo entsorgen, obwohl es Recyclinghof und Mülldeponie gibt. Das wird wohl noch eine Weile dauern, bis es in allen Köpfen angekommen ist, dass Müll nicht in den Wald gehört.
So passiert es auch an manchen Stränden. Nach wilden Wochenendparties sieht es manchmal aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Zum Glück wird aber doch wieder sauber gemacht, auch wenn es so wie über all ist. Es gibt immer zu wenig Reinigungskräfte, wenn nicht jeder auf die Entsorgung seines Abfalls selbst achtet.

Naja, auch wenn es manches gibt, was verbesserungsbedürftig ist, so finden wir die Insel doch sehr schön und fühlen uns hier wohl. Das Klima ist toll, die Menschen sind sehr nett und freundlich. Natürlich, Gauner gibt es auch hier – die gibt es aber überall. Die Mehrheit ist aber doch anders und das ist für uns wichtig.

Nun wird auch endlich die Hauptverbindungsstraße, die von der Stadt nach Westen führt, erneuert. Das bedeutet zwar jetzt im Moment ein wenig Einschränkungen im Verkehr, aber dafür fährt sichs danach viel angenehmer. Derzeit wird zumindest mit Hochdruck gearbeitet, damit diese Arbeiten schnell abgeschlossen sind.

Seit wenigen Tagen gibt es ein neues Video über die Insel, was wir euch hier nicht vorenthalten möchten. Wir finden es gut gemacht.

So, und nun wünschen wir eine gute Zeit

Viele Grüße aus Curacao
Irina & Paul

Wow, 2 Jahre sind schon um

Hallo,

2 Jahre ist es nun schon her, dass wir hier auf der Insel „aufgeschlagen“ sind.
Zeit, ein wenig Rückschau zu halten. Viel haben wir hier inzwischen erlebt und viele  Menschen kennen gelernt. Die Zeit hier auf der Insel war sehr abenteuerlich und spannend. Wir haben viel Schönes erlebt, auch auch Dinge, auf die man verzichten könnte 🙂

Unser Leben hat sich jedenfalls sehr verändert und wir sind sehr glücklich es so zu haben, wie es momentan ist.

Die Zeit hier auf Curacao ist für uns fast wie ein Leben im Paradies. Warum fast wie im Paradies? Weil man auch hier die Kröten benötigt, wenn Milch und Honig fließen soll. 😉

Nun, wie schaut es bei uns aus? Fangen wir beim Garten an:

Die Bananenpalmen, die wir vor etwa einem Jahr bepflanzt haben, beginnen zu tragen. Die eine Bananenpalme haben wir bereits geerntet. Die kleinen Minibananen sind super lecker. Die nächsten Tage gibt es bei uns Banane mit allem oder andersrum – alles mit Banane 🙂  Ein paar Honigmelonen haben es wohl auch gepackt und müssen jetzt nur noch reifen, dann haben wir wieder einige. Leider haben wir es verpasst neue Wassermelonen zu pflanzen, da ist nun wieder Geduld gefragt. Ist halt so, wenn man nichts Pflanzt, kann auch nichts reifen, somit auch keine Ernte.

Nun probieren wir es noch mit sämtlichen anderen Pflanzen. Bisher sind sie noch in den kleinen Zucht-Töpfchen. Mal sehen, ob das was wird 🙂

Mit dem Tauchen sind wir auch noch sehr aktiv. Fast alle Tauchgänge verbinden wir mit einer kleinen Jagd nach Rotfeuerfischen, oder wie man hier sagt: Lionfish, oder Korallenteufel. Eine Zeit lang sah es aus, dass man diese Biester etwas dezimieren konnte. Aber ich glaube, das lag an etwas anderem. Es sind zwar nicht mehr so viele da, wie noch vor einem Jahr, aber man bekommt immer noch genug. In letzter Zeit sind es auch wieder etwas mehr geworden. Wir haben eine gewisse Taktik entwickelt mit der wir viel erfolgreicher beim Jagen sind. In letzter Zeit konnten wir pro Tauchgang mindestens 6 Kilo Fisch rausholen.
Einerseits sind wir da nicht so verrückt auf Fische jagen, aber diese Fische müssen aus den Riffen entfernt werden. Da sie hier keine natürlichen Feinde haben, breiten sie sich explosionsartig aus und fressen alles weg, was ihnen vors Maul kommt. Lediglich Muränen greifen die mal an, aber das kommt sehr selten vor. Da diese Katastrophe scheinbar durch den Mensch verursacht wurde, versuchen wir so viel wir können, diese etwas abzumildern. Zum Glück schmeckt dieser Fisch ganz gut. Sogar unsere Katze ist scharf auf dieses leckere Filet. Es ist jedes mal ein riesen Spaß, bis die Katze ihren Bauch voll hat. Erst dann hat man Ruhe und kann den Fisch verarbeiten. Vorher ist das absolut unmöglich. Wenn da nicht schnellstens was kommt, wird sie ganz ungeduldig.

Manchmal verkaufen wir unseren Fang an Restaurants. Das ist auch sehr praktisch und auf diese Weise kann man sich seine Tauchgänge komplett finanzieren.
Unsere Rekorde waren bisher: Der größte Fisch: 43 cm, der schwerste: 1168 Gramm, der kleinste knapp 5 cm. Hier mal ein Foto von 2 großen und dem kleinen Fisch.

Lionfish

Ja, was gibt es noch… Irgendwie wandern immer mehr Deutsche aus und kommen nach Curacao. Wenn das so weiter geht, haben wir hier bald eine Kolonie 🙂
Aber es gibt auch immer wieder welche, die schon theoretisch ausgewandert sind. Dann kommen sie auf die Insel um sich diese anzuschauen und stellen fest, dass es doch nichts für sie ist. Nunja, es ist auch so, nicht jedem gefällt so ein Inselleben.
Daher noch an dieser Stelle: Bevor man sich Gedanken macht nach Curacao auszuwandern, ist es viel sinnvoller erstmal Urlaub zu machen und die Insel anzuschauen. 😉

Auch immer mehr deutsche Urlauber entdecken die Insel. Dennoch finden wir, dass die Insel noch lange nicht überlaufen ist. Gerade unter der Woche findet man manche Strände wirklich fast Menschenleer. In der Ferienzeit ist es natürlich ein wenig anders, aber zum Beispiel jetzt im Moment ist es sehr ruhig.

Aus aktuellem Anlass wollen wir noch auf ein paar Kleinigkeiten hinweisen:
Wir sind gerne behilflich wenn es um irgend welche speziellen Dinge geht, aber wir sind keine Auskunft und keine Suchmaschine. Wenn jemand ein Auto oder Roller oder sonst noch was sucht, verwendet doch bitte Google, Yahoo oder sonst noch eine Suchmaschine. Bei Gästen, die eine Unterkunft über uns buchen, ist das natürlich etwas anderes.

Uns ist es hier nicht langweilig und es gibt definitiv spannenderes zu tun, als emails zu beantworten. Wie gesagt, bei speziellen Themen ist das etwas anderes. Aber mails mit „ich brauch mal ein auto“ werden nicht beantwortet.
Auch die, die ganz dringend auswandern wollen.  Wir können es gut verstehen, dass man Informationen sucht und wir helfen auch gerne wo wir können, aber bitte überlegt erst selbst bevor ihr schreibt, ob es realistisch ist. Auch wenn es komisch aussieht, aber manchmal hat man den Eindruck, dass viele selbst nicht wissen, was sie wollen. Die die wirklich auswandern wollen, schaut bitte auf unsere Seite mit den „Infos für Auswanderer„.

So, und für die Tage, wenn es in Deutschland mal wieder keine Sonne gibt, hier noch ein kleines Foto, vielleicht hilfts ein wenig 🙂

sunsetIn diesem Sinne, sonnige Grüße
Irina & Paul

ein Lebenszeichen

Hallo und sonnige Grüße aus Curacao,

wir melden uns mal wieder mit einem kurzen Artikel. Es gibt derzeit nicht viel spannendes oder außergewöhnliches zu berichten. Aus diesem Grund haben wir auch keine neuen Artikel geschrieben.

Unser Leben auf Curacao hat sich inzwischen ganz gut eingespielt. Die Pflanzen gedeihen, zum Abkühlen sind wir immer wieder unter Wasser und genießen gleichzeitig die bunte und traumhaftschöne Unterwasserwelt.
Einmal sind wir wieder mit der Tauchergruppe hier in Curacao mitgegangen. Jeden dritten Sonntag im Monat wird so ein Zusammenkommen organisiert. Dann wird in kleineren Gruppen abgetaucht. Anschliessend gibt es noch leckeres zu essen und ein wenig miteinander Quatschen.

So ähnlich sieht es dann aus, wenn alle ins Wasser gehen. Keine Angst man taucht mit genug Abstand um Kollisionen zu vermeiden 😀

tauchen in Curacao

So, das wars auch schon wieder.
Sonnige Grüße

Irina & Paul