ein Lebenszeichen aus Curacao




Hallo,

ja seeeehr lange ist es her seit dem letzten Artikel. Aber es ist auch sehr viel passiert und die Zeit war etwas turbulent.
Was war passiert…: nun einmal kam ein etwas tragisches und ungeplantes Ereignis dazwischen, wir haben uns getrennt und gehen nun getrennte Wege. Mehr gehe ich auf diesen Punkt nicht ein.

Nun aber zu den positiveren Punkten… Das Geschäfft mit den Hausvermittlungen hat sich sehr gut entwickelt und immer mehr Gäste landen bei mir, was mich natürlich sehr freut und umso mehr motiviert jeden Urlauber glücklich zu machen. So habe ich auch den Bereich Mietwagen etwas ausgebaut.
Inzwischen ist auch schon eine ordentliche Anzahl an Stammgästen da, die immer wieder kommen und teilweise komme sie mehrmals im Jahr. So haben sich auch Freundschaften entwickelt, und durch den wechselnden Besuch kommt auch keine Langeweile auf. Weiteres dazu auf meiner anderen Webseite https://urlaub-curacao.net
Auch ist es sehr interessant, dass immer mehr Deutsche hier Immobilien kaufen und man manchmal den Eindruck hat, die Deutschen würden Curacao kolonisieren 🙂 Nunja, so ist es noch nicht, aber es hat sich doch sehr viel verändert.

Der Tourismus allgemein hat auch sehr stark zugenommen, vor allem mit Gästen aus Deutschland. Vor 5 Jahren hat man vereinzelnt Deutsche an den Stränden angetroffen. Heute hat man den Eindruck, dass jeder zweite Deutscher ist. Zumindest hört man die Sprache sehr oft. Man mag das gut oder schlecht finden, für Curacao ist es jedenfalls ein  Erfolg. Aber es kommen auch einige Amerikaner und Kanadier, seit es Direktflüge aus Toronto und New York gibt. So durfte ich hier auch schon deutsche Gäste aus Kanada besuchen. Bettina und Mario von der Beaverguest Ranch haben auch Curacao entdeckt.

Der Tourismus hat sich einigermaßen gut entwickelt und macht inzwischen 15% des BIP von Curacao aus. Die Tendenz ist steigend. So soll bald ein weiterer Megapier in der Stadt dazu kommen, wo große Kreuzfahrtschiffe anlegen können. Die Schiffe werden auch immer größer und manchmal wird es schon ganz eng an den Anlegestellen. Die Kreuzfahrer machen auf Curacao auch einen großen Anteil am Umsatz aus. Der Vorteil daran ist, dass die Insel quasi für einen Tag mal überlaufen wird, vor allem Punda und Otrobanda, dann aber plötzlich Ruhe einkehrt, sobald die Schiffe ablegen. Wirklich störend ist das nicht, aber es macht einiges aus und hat einen positiven Effekt auf die vielen kleinen Händler in der Stadt.

Nun was gab es noch so alles. Im Juni letzten Jahres habe ich mal wieder einen Ausflug gemacht. Mit dem Flugzeug nach Sint Maarten, dort dann auf einer Yacht eingecheckt und die Strecke nach Curacao, mit kurzem Zwischenstop auf Bonaire, zurück gelegt. Es ist immer wieder ein interessantes Erlebnis eine Zeitlang kein Land zu sehen. Ringsum umgeben vom Meer. Die Überfahrt war diesmal aber relativ kurz, da wir recht viel Wind hatten. Mit recht viel meine ich in den Spitzen um die 80 Stundenkilometer. Da wir aber mit dem Wind gesegelt sind, ist das gar nicht so aufgefallen. Dafür ging es aber auch in berauschendem Tempo übers Meer. So haben wir die fast 1000 Kilometer in 68 Stunden zurück gelegt. Was für ein normales Segelboot doch recht kurz ist. Es war zwar ein wenig ein nasses Vergnügen, aber Spaß hat es gemacht und das ist wichtig 🙂

Ende 2015 habe ich mit Freunden in Panama, genauer gesagt in den San Blas Inseln, zugebracht. Ein echtes Paradies, sehr naturbelassen und sehr ursprünglich. Auch dort haben wir ein Segelboot gemietet und sind durchs Inselarchipel gefahren. Die San Blas Inseln sind komplett in Indianerhand und dort gelten auch ihre Regeln.
In Gesprächen mit anderen Seglern, die dort oft unterwegs sind, haben wir doch viele interessante Geschichten erfahren. Was mich besonders beeindruckt hat war die Lebensweise der Indianer. Kleine Bambushütten, mit Hängematten drin. Keine Fußböden, sondern einfach nur Sand, aber dafür hat jeder ein Smartphone und Flachbildfernseher hängen an den Wänden. Auf den Bambusdächern hängen Satelitenschüsseln – passt irgendwie überhaupt nicht ins Bild, aber so hat eben jeder seine Prioritäten. Die Menschen an sich waren aber freundlich, wenn auch teilweise etwas reserviert.
Wir haben das ein oder andere Dorf besucht und bei denen eingekauft. Auch das war ein Erlebnis für sich. Der eine Händler hat nur Bier, zwar 3 Sorten, aber das wars. Beim nächsten konnte man Obst und Gemüse kaufen, beim wiederum einem anderen andere Getränke. Nur Brot war es etwas schwieriger zu bekommen. Irgendwie waren wir immer wieder zur falschen Zeit da. Dafür gab es aber Lobster im Überfluss. Kaum lässt man in einer Bucht den Anker fallen, kommen auch schon die Inianer mit ihren Kanus und verkaufen ihre Ware… meistens jedoch Lobster.
Jedenfalls habe ich die Zeit dort sehr genossen. So ist aber auch die Zeit verflogen und schwupps bin ich wieder auf Curacao gelandet. Es war aber auch schön wieder zu Hause angekommen zu sein. Für Interessierte habe ich hier eine kleine Diashow.

Vor wenigen Tagen habe ich 2 kleine süssen Katzen adoptiert. Jetzt tobt hier der Bär wenn die mal in Stimmung sind. Da ist Party angesagt. Die glücklichen wurden von einer netten Person entdeckt und in eine Tierschutzorganisation eingeliefert. Dort wurden Sie soweit aufgepeppelt und groß gezogen, bis sie bereit waren für ein neues Zuhause. Fast wären sie im Tierheim gelandet, besser gesagt, sie waren dort schon angekommen, da ich etwas zu spät davon erfuhr. Am folgenden Tag habe ich sie aber abgeholt. Seit dem herrscht hier chaos 🙂 2 kleine Geschiwster die sich wohl fühlen wissen genau wie man eine Bude auf den Kopf stellen kann 🙂 Manchmal sind sie aber auch sehr friedlich.

bettler rambo und freckle

So, das wars dann mal für dieses mal. Ich werde versuchen in Zukunft wieder etwas regelmäßiger schreiben. In diesem Sinne, alles Liebe aus Curacao

Paul




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