Weihnachten, Neujahr und schon wieder Alltag in Curacao

Hallo,

wir melden uns mal wieder von der Insel und berichten über ein paar aktuelle Geschehnisse.

Nun, Weihnachten und Neujahr haben wir gut überstanden, was bei den angenehmen Temperaturen auch nicht schwer fällt. Silvester haben wir mit unseren Freunden Christa und Alex und ihren Gästen aus Finnland verbracht. Haben ein wenig gegrillt und dann dem Feuerwerk zugeschaut. Hier wird noch alles gezündet was irgendwie explodiert. So hat man hin und wieder gesehen, dass ausgemusterte Notsignalraketen hochgingen. Da die Bootsbesitzer in Curacao die Notsignale alle 2 Jahre erneuern müssen, sammelt sich halt einiges an mit der Zeit. Naja, dafür sind die eigentlich nicht gedacht, aber irgendwie muss man die ja entsorgen. In Curacao funktioniert das eben auf diese Art und Weise.

Aber auch bei den ganzen Böllern gibt es noch keine Beschränkungen. Das hat man auch an der Lautstärke der Böller gemerkt. Teilweise war es echt so krass, dass man sich die Ohren zu halten musste um es ertragen zu können. Aber soweit uns bekannt, gab es keine größeren Zwischenfälle. Wenige Tage vor Silvester ist ein Feuerwerks-Container in die Luft gegangen. Die Feuerwerkskörper werden hier direkt aus Containern verkauft. Da hat man wohl zuviel rum gespielt und plötzlich gabs nen ordentlichen Knall. Leider hat es dabei 3 Menschen mit in den Tod gerissen.

Aber es gibt auch noch anderes zu berichten.
Jeden ersten Sonntag im Jahr gibt es den sogenannten Fuikdag. Es gibt hier nämlich Bucht, die durch ein Riff vom Meer getrennt ist und nur durch eine kleine Durchfahrt erreichbar. Dieses Gebiet nennt sich Fuik und da das Gewässer in diesem Gebiet ist, nennt es sich auch Fuik. Da gibt es auch einen überschaubaren Sandstrand, der nennt sich dann Fuikbay. Naja, jedenfalls gibt es da dieses jährliche Fest, bei dem alles was in irgendeiner Form schwimmt, dort zugegen ist. Leute, die kein Boot haben nehmen ihre Luftmatratze und lassen sich per Boot dorthin bringen und verbringen dann den Tag auf der Luftmatratze. Letztes Jahr hatten wir uns das mal angesehen, sind dann aber nach einigen Minuten wieder weg, da es für unseren Geschmack einfach viel zu voll war. Aber hier wird eben so gefeiert. Damit man eine kleine Vorstellung hat, wie sowas aussieht habe ich euch hier ein Foto.

Fuikdag in Curacao

Wie es da so zugeht, kann man sich unschwer vorstellen. Dementsprechend ist da auch der Alkoholkonsum enorm und für unseren Geschmack viel zu hoch, aber gut, das ist ein anderes Thema. Nach einigen Bierchen, Schnäppschen und was es sonst noch gibt, lassen die Leute die leeren Dosen, Flaschen, Becher, usw. einfach ins Wasser fallen. Manche müssen extrem dicht gewesen sein, denn es sind auch volle Flaschen auf den Grund gesunken. Naja, die Sauerei kann man sich jedenfalls gut vorstellen.

Aber zum Glück gibt es hier auch andere, die etwas nach Ordnung schauen. So wurden hier sämtliche Taucher zusammen getrommelt um den Grund abzutauchen und den ganzen Müll zu bergen. Wir haben von der Aktion so nebenbei mitbekommen und haben uns gemeldet um mitzuhelfen. So sind wir zu dem vereinbarten Platz gekommen, von wo es dann per Boot nach Fuik ging.

freiwillige Taucher Reinigungstrupp

Der Ausflugsanbieter „Pelikan Express“ hat den Transport organisiert. Tauchflaschen wurden auch zur Verfügung gestellt. Nach ca. 30 Minuten Bootsfahrt kamen wir in der Fuikbay an. Es wurde ein grober Plan aufgestellt, damit jeder Taucher ein gewisses Gebiet absuchen kann. Da dies ein fast geschlossenes Gewässer ist, ist das Wasser sehr trüb. Teilweise war diese bei etwa 50 cm. Zu unserem Pech hat es an diesem Tag auch immer wieder geregnet, was die Sicht zusätzlich beeinträchtigte. Aber nichtsdestotrotz wurde getaucht soviel jedem möglich war.

Ein paar Helfer kamen auch dazu, die mit ihren Booten kamen um die vollen Säcke gegen leere zu tauschen. Die ganze Aktion ging etwa einen halben Tag lang und man kann es kaum glauben, es wurden ca. 1100 Kilogramm an Müll geborgen. Natürlich nicht alles nur durch Taucher. Es gab auch am Strand Unmengen an Müll. Unter den Funden gab es Digitalkameras, Brillen, Flaschen, Dosen, auch volle und halb volle Vodka Flaschen, Schneidbrettchen, Becher und vieles mehr.
Diese Aktion war einerseits recht anstrengend, da wir solch trübes Gewässer gar nicht gewöhnt sind, aber es hat auch viel Spass gemacht. Aber auf der anderen Seite ist es wiederum sehr schade, dass solche Aktionen notwendig sind. Die Leute scheinen es  einfach nicht zu begreifen, dass man den Müll nicht über Bord wirft. Naja, nach einigen heftigen Drinks, kann es sein, dass man nicht mehr weiß was man tut, aber genau das sollte ja eigentlich nicht so sein.

Da wir hier schon beim Tauchen sind… In der Zwischenzeit hatten wir hier auch einige Taucher, die wir begleitet haben.  Einige besondere Tauchplätze haben wir zeigen können und so auch einiges zu deren Freude beitragen können. Curacao hat viele wunderschöne Tauchplätze und Riffe, wo kaum ein Tourist vorbei kommt. Als Tourist kommt man einfach kaum an solche Stellen, da man einfach nicht weiß wo diese Plätze sind. Um so mehr macht es uns Spaß, diese exklusiven Tauchplätze zu zeigen und dort tauchen zu gehen.

Die Sache mit unserem Boot geht nun auch endlich ein klein wenig weiter. Durch die Feiertage ist einiges in Verzug geraten, aber nun haben wir endlich die Teile, die wir benötigen bestellt und hoffen, dass diese bald eintreffen. Dann wären wir mit dem Boot wieder Einsatzbereit und können auch damit zu besonderen und exclusiven Ausflügen beitragen. Leider ist es noch nicht soweit, aber wir hoffen in den nächsten Tagen neue Nachrichten bezüglich der Teilelieferung zu bekommen.

Solange wir hier warten müssen, waren wir mal wieder auf Informationssammeltour. Wir haben einen Termin bei der Handelskammer gemacht und uns informiert was es in Curacao für Möglichkeiten gibt, unternehmerisch tätig zu sein. Zu unserem Erstaunen gibt es auch hier einige gute Lösungen, die es jedem ermöglichen ein Unternehmen zu gründen. Fragen dazu können wir nun somit auch beantworten.

Unser Garten trägt auch langsam Früchte. Inzwischen haben wir die Bananen geerntet. Nun kommen Papayas, eine nach der anderen. Dann gibt es Honigmelonen und hin und wieder Wassermelonen. Die anderen Bäume brauchen noch viel Zeit, daher ist hier einfach Geduld gefragt 🙂

So, das war es auch schon soweit. Wir werden uns mit einem neuen Artikel melden, wenn es wieder berichtenswertes gibt. Bis dahin machen wir uns an die Bearbeitung der Buchungsanfragen sämtlicher Urlauber. Zum Thema Urlaub in Curacao haben wir übrigens ein neues Projekt, welches etwas übersichtlicher sein soll und speziell an Unterkunftssuchende gerichtet sein soll. Die neue Webseite ist zu finden unter folgender Adresse: https://urlaub-curacao.net

In diesem Sinne, macht es gut und bis zum nächsten Artikel

Sonnige Grüße aus Curacao
Irina & Paul

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